Scharfes Essen scheint vorwiegend in der asiatischen Küche beliebt zu sein. Aber wie kommt es, dass manche Personen Schärfe im Essen mögen? Welche Gewürze hat die asiatische Küche zu bieten? Ist scharfes Essen überhaupt gesund? Im folgenden Artikel lernst du verschiedene scharfe asiatische Gewürze kennen und erfährst mehr zu ihrer Wirkung.
Welche scharfen asiatischen Gewürze sind beliebt?
Die asiatische Küche ist vielfältig und so gibt es auch eine Vielzahl an Gewürzen. Manche scharfen asiatischen Gewürze werden dabei häufiger verwendet und sind auch in anderen Teilen der Welt beliebt.
Ein typisches asiatisches Gewürz ist Ingwer. Auch wenn Ingwer oft eher wegen seines Geschmacks zum Verfeinern der Speisen verwendet wird, bringt die Wurzel auch eine gewisse Schärfe mit sich. Pfeffer wird im asiatischen Raum besonders in seiner unreifen Form als grüner Pfeffer verwendet. Dieser gibt nur eine milde Schärfe ab. Im Gegensatz dazu ist der rote Pfeffer wesentlich würziger. Ähnlich wie der rote Pfeffer sind auch die Schisandrabeeren kleine rote Kugeln. Das aus der Beere gewonnene Gewürz nennt sich 5-Geschmäcker-Gewürz, da es neben seiner Schärfe auch süßlich, sauer, salzig und bitter schmeckt.
Ein wahrscheinlich weniger bekanntes Gewürz ist Galgant. Dieses wird auch als Thai-Ingwer bezeichnet und zeichnet sich durch seinen Zitrusgeschmack aus, gemischt mit etwas Kiefer. Wie auch sein Namensvetter bringt ebenso der Thai-Ingwer einen gewissen Biss mit sich.
Das wohl bekannteste Gewürz, um einem Gericht Schärfe zu verleihen, sind Chilis. In Asien werden viele verschiedene Chilisorten verwendet. Zu den bekanntesten zählen die Thai-Chilis mit kleinen, aufrecht stehenden Früchten, die sich gut zum Trocknen eignen und für einen kurzen, intensiven „Kick“ sorgen. Weitere Beispiele sind die chinesischen Yidu-Chilis, Jinta-Chilis und Sichuan Facing Heaven Chilis. Diese finden sich in vielseitigen Würzpasten wie Gochujang (Korea), Sambal Oelek (Indonesien) und Mae Ploy (Thailand) wieder, die Gerichte wie Suppen, Reis- und Nudelgerichte verfeinern. Cayennepfeffer wird ebenso aus getrockneten und gemahlenen Chilis der Sorte Cayenne hergestellt. Er ist die Hauptzutat in vielen Curry-Gewürzmischungen und gibt den Speisen eine Wärme und Tiefe.
Wie entsteht Schärfe in asiatischen Gewürzen?
Auch wenn die scharfen asiatischen Gewürze ihren eigenen Geschmack mit in die Speise bringen, ist Schärfe selbst kein Geschmack. Die fünf echten Geschmacksempfindungen sind süß, sauer, bitter, salzig und umami. Diese werden von unseren Geschmacksknospen auf der Zunge wahrgenommen und der Reiz wird im Gehirn verarbeitet. Das Gehirn lässt uns dann den entsprechenden Geschmack schmecken.
Schärfe hingegen ist psychologisch gesehen ein Schmerzempfinden. Vielleicht ist dir einmal aufgefallen, dass man bei bestimmten Speisen nicht unterscheiden kann, ob sie scharf oder heiß sind. Das liegt daran, dass der gleiche Schmerzrezeptor für hohe Temperaturen und Scharfstoffe stimuliert wird. Es gibt verschiedene Scharfstoffe: In Chilischoten ist Capsaicin enthalten, in Pfefferkörnern Piperin und in Ingwer Gingerol. Capsaicinoide haben eine antibakterielle Wirkung und machen Speisen somit auch länger haltbar. Wenn der Scharfstoff die Nervenzelle bindet, ist diese vorerst betäubt. Daher kommt es auch dazu, dass wir uns an die Schärfe gewöhnen. Der Reiz, der an das Gehirn gesendet wird, führt dazu, dass der Körper sich bei der empfundenen Hitze abkühlen will – so fangen wir bei scharfen Gerichten an zu schwitzen. Das könnte auch einer der Gründe sein, warum es in wärmeren Ländern üblicher ist, warm und scharf zu essen, da der dabei produzierte Schweiß die ganze Haut abkühlt.
Sind scharfe asiatische Gewürze auch gesund?
Eindeutig kann man nicht behaupten, dass scharfe Gewürze automatisch gesund sind. Vielmehr gibt es positive Auswirkungen, die Schärfe mit sich bringt, aber auch Risiken. Wenn man scharf isst, kann sich das unter anderem positiv auf den Blutdruck und Cholesterinspiegel auswirken. Ebenso hilft der vermehrte Speichelfluss den Zähnen und eine stärkere Durchblutung der Schleimhäute trägt zum besseren Geschmacksempfinden bei. Daher wirken scharfe Gewürze auch gleichzeitig als Geschmacksverstärker im Essen. Spezielle Scharfstoffe haben dabei eigene positive Wirkungen. So hilft Capsaicin bei der Verdauung von fettigen Lebensmitteln. Auch die Stimmung kann sich aufhellen, wenn man scharf isst: Der Schmerzreiz löst ebenso Endorphine aus, damit es einem besser geht. Das kann aber auch dazu führen, dass man eine Art Sucht nach Schärfe entwickelt, weil der Körper die Glückshormone benötigt.
Trotz der vielen positiven Effekte, scharf zu essen, gibt es negative Auswirkungen zu beachten. Gerade wenn du Probleme mit dem Magen hast, ist es ratsam, besser die Finger von zu stark gewürztem Essen zu lassen. Zwar ist der Verzehr von scharfen Speisen in normalen Mengen gesundheitlich unbedenklich, aber auch bei der Stärke sollte man besser auf Extreme verzichten. Gerade auf Mutproben oder Challenges im Zusammenhang mit extremer Schärfe ist besser zu verzichten.
Scharfe Substanzen wie Chilis können nicht nur die Magenschleimhäute reizen, sondern auch andere Körperstellen. Deshalb ist es ratsam, beim Kochen mit Chilis Handschuhe zu tragen, um insbesondere den Kontakt mit den Augen zu vermeiden. Die Schärfe wird in Scoville-Einheiten (SCU oder SHU) gemessen, die angeben, wie viel Wasser nötig ist, um die Schärfe einer Substanz zu neutralisieren. Da der Schärfegrad von Chilis durch Faktoren wie Boden, Licht, Wasser und Erntezeitpunkt beeinflusst wird, wird oft ein Bereich an Scoville-Einheiten angegeben. Wenn du versehentlich zu viel gewürzt hast, vermeide es, den brennenden Schmerz mit Wasser zu lindern, da es die Schärfe nur im Mund verteilt. Greife stattdessen zu etwas Fettigem oder Süßem wie Milch, Joghurt oder Speiseöl, um die Schärfe zu mildern.
Mach deine Gerichte mit scharfen asiatischen Gewürzen aufregender
Solange du Schärfe gut verträgst und es mit den Gewürzen nicht übertreibst, können scharfe asiatische Gewürze deine Gerichte geschmacklich aufregender gestalten. Jedes Gewürz bringt seine eigene Note mit, die Schärfe verstärkt den gesamten Geschmack der Speise und macht das Essen rund. Bei uns kannst du viele der Lebensmittel zum Würzen frisch kaufen. Wenn du dir noch nicht sicher bist, wie du die Gewürze richtig vereinst, probiere gern unsere Currypasten oder Chilipasten, denn in diesen sind scharfe asiatische Gewürze schon harmonisch miteinander kombiniert. Wenn Schärfe nicht so dein Ding ist, kannst du bei uns auch ganz viele milde Gewürze der asiatischen Küche entdecken. Schau dich gern in unserem großen Sortiment an asiatischen Spezialitäten um!