Reis zu kochen, mag für die allermeisten Menschen ein simpler Vorgang zu Hause in der Küche sein. Doch das ist ein großer Trugschluss: Besonders beim Reiskochen steckt der Teufel im Detail. Nicht umsonst verbringen Auszubildende in renommierten Sushi-Restaurants bis zu vier Jahre ihrer Lehre damit, das Reiskochen zu perfektionieren. In diesem Blogbeitrag erfährst du die Grundlagen, wie du, auch ohne professionelle Ausbildung oder Küchenausrüstung, chinesischen Reis bestmöglich zubereiten kannst.
Chinesischen Reis ohne Reiskocher zubereiten
Falls du dir schon einmal ein YouTube-Video oder einen anderen Blogbeitrag zu diesem Thema angesehen hast, bist du wahrscheinlich bereits an dem Punkt ausgestiegen, an dem der Reiskocher zum Einsatz kam. In den meisten asiatischen Küchen ist natürlich dieses Küchengerät gängig. Anders sieht es in den deutschen Haushalten aus. Dort kommen eher Kochtöpfe und Pfannen zum Einsatz. Im Folgenden geben wir dir eine Anleitung, wie du chinesischen Reis auch ohne Reiskocher optimal zubereiten kannst.
So bereitest du chinesischen Reis mit der richtigen Reissorte zu
Bei der Auswahl zwischen den vielfältigen Reissorten stellt sich natürlich die Frage, welche Sorte am besten für das Kochen von chinesischem Reis geeignet ist. Besonders zu empfehlen sind Reissorten wie Jasminreis oder Basmati. Beide Sorten zählen zu den beliebtesten Reisarten der Welt. Außerdem gehören sie der Familie der langkörnigen Reissorten an. Mit einer Kornlänge von mindestens sechs Millimetern sind sie mittlerweile nicht mehr nur in der asiatischen, sondern auch in der europäischen Küche zu finden. Da sie nicht nur auf eine Zubereitungsart beschränkt sind, können sie auf vielfältige Art und Weise in den unterschiedlichsten Gerichten entweder als Beilage oder Hauptgang serviert werden. Zudem werden beide Arten als Duftreis bezeichnet. Ohne den Einsatz von Aromen wie Gewürzen, Blüten oder Suppengemüsen entwickeln der Basmati und Jasminreis ihre eigenen Aromen. Während der Jasminreis leicht blumig duftet, entfaltet der Basmati ein erdiges, nussiges Aroma. Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Sorten besteht in ihrer Herkunft. Basmati ist vor allem an den Füßen des Himalajas, also in Indien und Pakistan zu Hause. Durch die dort herrschenden klimatischen Bedingungen entfaltet er dort sein besonderes Aroma. Der Jasminreis dagegen kommt ursprünglich aus Vietnam, Laos und Thailand. Er wird in der Regel eher geerntet als andere Reissorten und erhält dadurch sein spezielles Aroma.
Chinesischen Reis waschen
Ein wichtiger Schritt in der Zubereitung von chinesischem Reis, welche die meisten Menschen vernachlässigen, ist das Waschen. Durch den Waschvorgang verliert der Reis an Stärke und wird gleichzeitig von seinem Schmutz gesäubert. Zu diesem Zweck wird dieser in einen Behälter gefüllt und mit kaltem Wasser übergossen. Danach sollte der er mit einem Kochlöffel oder der Hand kräftig umgerührt werden. Gieße anschließend das Wasser vorsichtig ab, indem du ein Sieb verwendest oder die Schüssel leicht neigst, während du den Reis mit der Hand oder einem Topfdeckel zurückhältst. Wiederhole diesen Vorgang etwa drei bis fünf Mal, bis das Wasser klar ist. Dies zeigt an, dass die überschüssige Stärke größtenteils entfernt ist. Lasse den Reis nach dem letzten Spülgang im Sieb gut abtropfen und ein paar Minuten stehen, um sicherzustellen, dass kein überschüssiges Wasser mehr vorhanden ist. Optional kannst du den chinesischen Reis nach dem Waschen etwa 20 bis 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen lassen. Dies ist besonders bei Langkornreis empfehlenswert, da es die Kochzeit verkürzen und die Textur verbessern kann.
Das Reis-Wasser-Verhältnis einhalten
Das Verhältnis zwischen chinesischem Reis und Wasser ist von großer Bedeutung, um zu garantieren, dass der Reis weder zu trocken, noch zu klebrig wird. Wenn zu wenig Wasser verwendet wird, bleibt er hart und trocken, da nicht genug Feuchtigkeit vorhanden ist, um die Körner vollständig zu garen. Dies führt oft zu ungleichmäßig gekochtem Reis, bei dem einige Körner hart bleiben. Auf der anderen Seite führt ein zu hoher Wasseranteil zu übermäßig weichem, matschigem Reis, der seine Struktur verliert und klebrig wird. Besonders bei Gerichten, bei denen die Textur des Reises eine wesentliche Rolle spielt, kann ein falsches Verhältnis das gesamte Gericht negativ beeinflussen.
Um das richtige Verhältnis zu bestimmen, gibt es eine einfache Methode. Lege dazu nach dem Waschvorgang deinen Zeigefinger senkrecht auf den Reis. Anschließend gießt du das Wasser so lange auf, bis das Wasser knapp über deinen ersten Fingerknöchel reicht. Wer seinen Reis lieber trockener oder klebriger isst, kann das Reis-Wasser-Verhältnis dementsprechend anpassen.
Chinesischen Reis würzen: Ja oder nein?
In China wird weißer Reis traditionell ohne jegliche Gewürze zubereitet. Weder Salz noch Pfeffer, Öle oder Brühe finden bei der Zubereitung Verwendung. Lediglich Reis und klares Wasser werden benötigt, um diesen zu kochen. Dies steht im Gegensatz zu den Gepflogenheiten in Deutschland, wo es üblich ist, ihn zu salzen. Für viele Menschen in Deutschland ist er ohne Salz kaum genießbar. Diese Praxis ist jedoch nicht typisch für die chinesische Küche, in der der Reis pur und ungewürzt serviert wird, um seinen natürlichen Geschmack zu bewahren und als neutraler Begleiter zu den oft würzigen und geschmacklich intensiven Hauptgerichten zu dienen.
Chinesischen Reis in einem Topf kochen
Wähle für die Zubereitung des chinesischen Reises vorzugsweise einen Topf mit Antihaftbeschichtung und einem passenden Deckel. Nachdem du das optimale Verhältnis von Reis zu Wasser bestimmt hast, gib die entsprechende Menge Wasser und Reis in den Topf. Setze anschließend den Topf mit geschlossenem Deckel auf dem Herd und stelle ihn auf die höchste Stufe.
Sobald das Wasser anfängt, kräftig zu sprudeln, musst du die Hitze auf eine niedrigere Stufe reduzieren, um den Reis schonend weitergaren zu lassen. Lasse ihn nun etwa 15 Minuten lang köcheln, ohne den Deckel abzunehmen. Dabei ist es ist nicht erforderlich, den Reis während dieser Zeit umzurühren.
Nach Ablauf der Kochzeit kannst du die Herdplatte vollständig ausschalten und den Reis für einige Minuten weiter quellen lassen. Sobald der er komplett gegart ist, kannst du ihn vorsichtig mit einer Gabel auflockern. Dies verhindert, dass die Reiskörner nach dem Abkühlen aneinanderkleben, sollte nach der Mahlzeit noch etwas übrig bleiben.
Vielseitige Reissorten bei Asia4Friends kaufen
Die Zubereitung von chinesischem Reis mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, doch die richtige Technik erfordert Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Von der Auswahl der richtigen Reissorte, wie Jasmin- oder Basmatireis, über das gründliche Waschen des Reises zur Entfernung überschüssiger Stärke, bis hin zur Beachtung des optimalen Reis-Wasser-Verhältnisses – jedes Detail trägt entscheidend zum Endergebnis bei. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das traditionelle Würzen, beziehungsweise das bewusste Nicht-Würzen, um seinen natürlichen Geschmack zu bewahren, was in der chinesischen Küche üblich ist.
Genieße mit unseren Tipps einen locker-körnigen Reis, der perfekt als Beilage zu den vielfältigen und oft intensiven Aromen der chinesischen Hauptgerichte passt. Bei Asia4Friends bieten wir dir vielseitige Reissorten an. Neben Jasminreis kannst du dich auch für unseren Klebreis, Sushi-Reis oder auch Reispapier entscheiden. Bei Fragen zu unserem Sortiment stehen wir dir gern zur Verfügung!