Viele Gerichte profitieren von Bambussprossen als Zutat. Sie sind reich an Vitaminen, Eisen und Calcium und haben nur wenige Kalorien. Erfahre jetzt in unserem Ratgeber, wie du Bambussprossen zubereitest und woher sie stammen!
Wie werden frische Bambussprossen zubereitet?
Frische Bambussprossen gelten in vielen asiatischen Küchen als vielseitige Zutat mit einer knackigen Konsistenz und einem milden, leicht nussigen Geschmack. Damit sie jedoch sicher verzehrt werden können und ihr volles Aroma entfalten, müssen sie vor der eigentlichen Verwendung sorgfältig vorbereitet werden. Besonders wichtig sind dabei das richtige Schälen und ein gründliches Abkochen, da frische Bambussprossen im rohen Zustand natürliche Bitterstoffe und Blausäure enthalten können.
Schälen und vorbereiten
Frische Bambussprossen sind von mehreren festen, schuppenartig angeordneten Blättern umgeben. Diese äußere Hülle muss zunächst vollständig von dir entfernt werden. Darunter befindet sich das essbare, meist elfenbeinfarbene Fruchtfleisch.
Nach dem Schälen wird der innere Kern je nach Rezept weiterverarbeitet. Häufig schneidet man ihn in:
- dünne Scheiben
- Streifen
- kleine Würfel
So lassen sich die Bambussprossen später leichter in verschiedenen Gerichten verwenden.
Wichtig: Bambussprossen immer abkochen!
Ein entscheidender Schritt bei der Zubereitung frischer Bambussprossen ist das Abkochen. Im rohen Zustand enthalten sie natürliche Stoffe, aus denen sich Blausäure bilden kann. Diese wird jedoch durch Hitze zuverlässig zerstört.
Die vorbereiteten Sprossen sollten daher zunächst in ausreichend Wasser gekocht werden. Erst danach sind sie sicher für den weiteren Verzehr und können in verschiedenen Gerichten weiterverarbeitet werden.
Richtige Garzeit für eine knackige Konsistenz
Bambussprossen sind besonders wegen ihrer festen und leicht knackigen Struktur beliebt. Damit diese erhalten bleibt, werden sie in vielen Gerichten erst relativ spät hinzugefügt.
In Pfannengerichten oder Wok-Gerichten solltest du die bereits vorgekochten Sprossen erst gegen Ende der Garzeit dazugeben. Gleichzeitig sollten sie auch lange genug mitgegart werden, damit sie die Aromen der Gewürze und der übrigen Zutaten aufnehmen können.
Würzung und typische Kombinationen
Bambussprossen lassen sich vielseitig kombinieren und passen zu zahlreichen Zutaten. Besonders gut harmonieren sie mit aromatischen Gewürzen und frischen Komponenten.
Typische Gewürze sind beispielsweise:
- Ingwer
- Sojasauce
- Reiswein oder Sherry
- Zitronensaft
Auch in Kombination mit anderen Zutaten kommen sie häufig zum Einsatz, etwa mit:
- Geflügel, Rind oder Schweinefleisch
- Pilzen wie Shiitake
- Möhren oder Porree
- Wasserkastanien
Verwenden kannst du Bambussprossen in Suppen, asiatischen Pfannengerichten, Salaten oder als Füllung für Frühlingsrollen. Durch ihre knackige Struktur sorgen sie für eine angenehme Textur und bringen eine leichte Frische in viele Gerichte.
Woher stammen Bambussprossen eigentlich?
Bambussprossen stammen von den Trieben des tropischen Bambus, einer Pflanze, die in über 40 Gattungen mit rund 500 Arten in tropischen und subtropischen Regionen wächst. Für den Verzehr werden nur bestimmte, extra dafür kultivierte Sorten genutzt.
Ursprünglich wurden die jungen Triebe vor allem als Nebenprodukt von wild wachsendem oder bereits kultiviertem Bambus geerntet. Mit der steigenden Nachfrage erfolgt die Produktion heute gezielt, vor allem in asiatischen Ländern wie China, Japan, Malaysia, Korea und Indonesien, aber auch in wärmeren Regionen der USA und in Guatemala. In Europa, wo frische Sprossen eher selten sind, findest du sie meistens in konservierter Form, wie zum Beispiel in Dosen, entweder in Streifen oder in Stücken geschnitten. Es gibt aber auch sauer eingelegte Bambussprossen, die besonders in der indischen Küche beliebt sind. Manchmal sind sogar getrocknete Varianten erhältlich, die du vor der Zubereitung einweichen musst, wie für bestimmte asiatische Suppen. Frische Sprossen bekommst du bei uns fast nur saisonal, meist im Herbst oder Winter.
Der Anbau von Bambussprossen
Beim kontrollierten Anbau werden bestimmte Methoden eingesetzt, um gesunde und aromatische Triebe zu fördern. Ein Teil der ausgewachsenen Bambushalme bleibt stehen, um die jungen Sprossen vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Zusätzlich wird der Boden mit einer dicken Laubschicht bedeckt, die Feuchtigkeit speichert und das Wachstum unterstützt. Die Sprossen entwickeln sich dann am Wurzelstock und wachsen sehr schnell, ähnlich wie heimischer Spargel. Sie werden geerntet, sobald sie die Laubschicht durchstoßen, noch bleich sind und eine Länge von etwa 6 bis 30 cm sowie einen Durchmesser von rund 7 cm erreicht haben.
Aufgrund dieses schnellen Wachstums und der zarten Konsistenz werden Bambussprossen in vielen asiatischen Ländern als typisches Frühlingsgemüse geschätzt und oft als „asiatischer Spargel“ bezeichnet.
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